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Amelinghausen

Amelinghausen ist eine Gemeinde und Verwaltungssitz in der Samtgemeinde Amelinghausen im Landkreis Lüneburg Niedersachsen.

Geografie
Die Gemeinde liegt inmitten des Naturparks Lüneburger Heide. Östlich von Amelinghausen ist der Oberlauf der Lopau zum Lopausee aufgestaut, der touristisch genutzt wird.


Die Ortsteile der Gemeinde sind:
Amelinghausen
Dehnsen
Etzen

 

Geschichte
Der Ort „Amelinghausen“ wurde erstmals am 22. Mai 1293 urkundlich erwähnt. Die Anfänge der Besiedlungen liegen aber in der jüngeren Steinzeit. Die ersten Menschen in diesem Gebiet waren umherziehende Jäger und Sammler um 15.000 v. Chr. Sie folgten den von Westen kommenden Rentierherden, welchen sich hier aufgrund des gemäßigteren Klimas (vorher Eiszeit) ein neuer Lebensraum bot, in die heutige Lüneburger Heide.
Tausende Jahre später, etwa 3700 v. Chr., gab es dann die ersten Ansiedelungen von Menschen. Die ersten Siedler der Region ließen sich zu dieser Zeit an den Ufern der Luhe nieder. Durch den Austausch mit den Völkern des Südens hatten sie sich bereits auch Kenntnisse über den Ackerbau angeeignet. Eine dauerhafte Besiedelung der heutigen Lüneburger Heide von der jüngeren Bronzezeit (1100–800 v. Chr.), über die frühe Eisenzeit (600–800 v. Chr.) und die vorrömische Eisenzeit (600 v. Chr.- Christi Geburt), bis hin zur Völkerwanderungszeit (2.–6. Jahrhundert. n. Chr.) lässt sich an den heute immer noch existierenden Grabstätten nachweisen.
Eines der bekanntesten Gräberfelder, das wie beinahe alle Grabfelder aus der Jungsteinzeit stammt, liegt in einer kleinen restaurierten Heidefläche und wird heute „Oldendorfer Totenstatt“ genannt. Dort sind zahlreiche der vorhandenen Formen der Gräber vereint(Grabhügel, lt Urnenfriedhöfe und Großsteingräber), welche man auch heute immer noch besichtigen kann.
Der Name der Gemeinde geht auf Bischof Amelung von Verden zurück. Amelung soll auch Hippolyt von Rom verehrt und die Kirche nach diesem benannt haben. Die Endung „-hausen“ stammt nach Forschungen der Namensgebung zu den jüngeren Siedlungen (nach 800 n. Chr.) im Bardengau, da Ortsendungen wie -burg, -hagen, -ingen, -rode oder eben auch -husen (-hausen) erst in fränkischer Zeit entstanden sind.
Die Reichtümer des Bischofs, u. a. der so genannte Junkernhof, fiel nach seinem Tode 962 nicht dem Bistum Verden zu, sondern wurden von seinem Bruder Hermann Billung († 973) eingezogen, was später zur Verhängung des Kirchenbannes über ihn führte.
Amelinghausen war eine insgesamt 16 Dörfer umfassende Vogtei, die der Großvogtei Winsen an der Luhe unterstellt war, zuvor Gerichtsstätte mit eigener Gerichtsbarkeit u. a. auch ein Holzmarkengericht.
Von 1603 bis 1616 ließ die fürstliche Verwandte, die Herzogin-Witwe Hedwig in Harburg, verschiedene „Hexen“ „nach hartem gehaltenen Examen und der Wasserprobe in Moisburg auf dem hohen Berge brennen“. Es handelt sich hier um einige der letzten Hexenprozesse im heutigen Niedersachsen. Zwei der Frauen, die in Winsen auf dem Scheiterhaufen endeten (1611), waren die Schwestern Anneke und Barbara Stehr aus Amelinghausen. Wie es dazu kam und was dann mit ihnen passierte, berichtete der Kantor Heinrich Schulz aus Egestorf im „Lüneburger Kreiskalender“.
Am Sonntag, dem 7. Juni 1818, ereignete sich eine Feuersbrunst zu Amelinghausen, wie die im zweiten Band des „Vaterländischen Archivs“ abgedruckte Jahreschronik ausweist. Daselbst wurde auch erwähnt, dass am 21. Oktober 1818 in Clausthal ein Pulverhaus aufflog und dabei 27 Menschen ums Leben kamen.
Eine wirkliche Katastrophe, die nicht durch einen Krieg ausgelöst wurde, erlebte Amelinghausen, als jener unglückliche Brand in einem Zeitraum von knapp zwei Stunden den gesamten alten Teil des Dorfes in Schutt und Asche legte. Der zu dieser Zeit in Amelinghausen amtierende Pastor Jakob Heinrich Grewe hinterließ einen ausführlichen Bericht über das tragische Ereignis.
Die sehr alte Kirche des Ortes mit dem 1501 erbauten runden Bruchsteinturm wurde bei dieser Katastrophe zerstört.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Heideblütenfest Amelinghausens ist das größte Volksfest im Landkreis Lüneburg. Auf diesem Fest wird jährlich im August die Heidekönigin gekürt. Die bekannteste ehemalige Heidekönigin ist Jenny Elvers-Elbertzhagen.


Hippolyt-Kirche
Der Name der Kirche stammt vermutlich von Bischof Amelung von Verden, der den Hippolyt von Rom verehrte und das Gotteshaus aus diesem Grund nach ihm benannte. Der erste Kirchenbau aus Holz wurde eventuell durch fränkische Siedler im 9. Jahrhundert oder durch Amelung (Bischof von Verden im 10. Jh.) erbaut.
Im Jahr 1170 durch ist dieser dann durch einen Feldsteinbau ersetzt worden (1501 Anbau Rundturm aus Feldsteinen).
1750 wurde als dritte Kirche ein Fachwerkbau errichtet, der durch den Brand von 1818 zerstört worden ist (außer heutiger Nordwand).
1818-20 Wiederaufbau im Stile des Klassizismus (1895 erst neugotischer Turm).
Öffnungszeiten: im Sommer täglich von 09.00–18.00 Uhr Gottesdienst: immer sonntags um 10.00 Uhr


Heideblütenfest
Das Heideblütenfest in Amelinghausen ist ein traditionelles Fest, das 1949 aus einer feierlichen Laune heraus entstand. Die Mitglieder des Männerchores wählten bei einem Sängerfest „Gerda Thömen“ zu ihrer Heidekönigin. Bereits ein Jahr später wurde das erste offizielle Heideblütenfest auf dem Kronsberg gefeiert. Das erste, offizielle Heideblütenfest dauerte drei Tage.
Mittlerweile ist das Heideblütenfest eines der größten Feste der Region des Naturparks Lüneburger Heide in Amelinghausen. Das alljährlich Mitte August stattfindende Fest hat sich im Laufe seiner über 60-jährigen Geschichte vermutlich zum größten Volksfest im Landkreis entwickelt. Es wird heute in Amelinghausen und Umgebung auch die „5. Jahreszeit“ genannt. Das umfangreiche Festprogramm mit vielfältigen Veranstaltungen dauert über neun Tage. So kommen jedes Jahr Tausende Besucher Mitte August nach Amelinghausen, um das erste Heidefest der Heideblütensaiso zu besuchen.
Die Eröffnungsveranstaltung am Lopausee, der „See brennt“, findet immer am zweiten Samstag im August statt. Neben einem beeindruckenden Höhen-Brillant-Feuerwerk zum Ende der Veranstaltung und einer Wasserorgel auf dem See, gibt es verschiedene Musik- und Tanzdarbietungen. Einer der Höhepunkte des Abends ist Norddeutschlands größte Freiluft-Lasershow über dem See.
Während des Heideblütenfestes sind beide Sonntage, der zweite und der dritte Sonntag im August, verkaufsoffene Sonntage. Die Geschäfte in Amelinghausen bieten interessante Aktionen an und eine Spiel- & Spaßmeile für Kinder. Im Laufe der Woche folgen weitere kulturelle Veranstaltungen der örtlichen Vereine, die überwiegend in den Abendstunden stattfinden. Besonders bekannt ist der Donnerstag mit der berühmten Heidebockwahl, die seit 1955 zelebriert wird. Dabei duellieren sich mehrere Junggesellen – begleitet vom Schlachtruf „Heide-Bock, Heide-Bock, Heide-Bock, Bock, Bock“ bei verschieden Aktionen. Jeder der Heidebockanwärter versucht das Publikum für sich zu gewinnen, um am Ende ihr Ziel, zum Heidebock gewählt zu werden, zu erreichen.
Der dritte Sonntag im August widmet sich der traditionell gewählten Heidekönigin. Neben der Wahlveranstaltung auf dem Kronsberg findet ein Festumzug durch den Ort Amelinghausen zu Ehren der neuen Königin statt. Die Heidekönigin muss sich bei der Wahl gegen bis zu zehn andere Mitbewerberinnen durchsetzen. Der Wohnsitz der Heidekönigin-Anwärterin sollte in der Nähe von Amelinghausen liegen. Weitere Voraussetzungen sind Natürlichkeit, Charme und natürlich auch etwas Mut, um sich der Jury und den anwesenden Zuschauern vorzustellen. Ist die Heidekönigin dann erst einmal gewählt, darf sie dann den Festumzug anführen und durch die Straßen Amelinghausens leiten.

Quelle: Auszüge aus Wikipedia, Link hier.

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